Mit dem Web AppBuilder for ArcGIS kann man leichtgewichtige Web-Anwendungen entwickeln, die auf jedem Gerät im Web-Browser laufen. Dies lernten die Teilnehmer der Entwickler-Workshops zum Web AppBuilder im Rahmen des EDC Entwicklerforums an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft im Dezember 2015 sowie an der Hochschule Bochum im Januar 2016. Die Hochschule Karlsruhe und die Hochschule Bochum sind zwei von vier deutschen Esri Development Center (EDC), die Esri durch einen intensiven Austausch fördert.

Der Web AppBuilder for ArcGIS ist ein Builder für Web-Anwendungen auf Basis der ArcGIS API for JavaScript und HTML5-Technologie. Er funktioniert nach dem Prinzip WYSIWYG und ist modular aufgebaut. Durch die Einbindung und Konfiguration von Widgets, z.B. für Suchen, Analysen oder Geoprozessierung, werden der Anwendung Mapping-Funktionalität hinzugefügt. Über Themes lässt sich das Layout und das Styling definieren. Der Web AppBuilder bringt schon über 30 Widgets mit, die man nur noch konfigurieren muss. Möchte man Third-Party-Widgets integrieren, benötigt man die Developer Edition. Mit dieser Version können auch Nicht-Entwickler ohne Entwickler-Kenntnisse die Standard-Funktionalitäten erweitern. Für Entwickler bietet die Developer Edition zusätzlich die Möglichkeit, eigene Widgets und Themes zu schreiben. Diese lassen sich anschließend in den Builder deployen (d.h. integrieren), um sie in verschiedenen Anwendungen durch Konfiguration verwenden zu können. So kann man sie auch Kollegen ohne Entwickler-Kenntnisse zur Verfügung stellen.

Der Workshop bot einen Einstieg in die Entwicklung von Web Apps mit dem Web AppBuilder. Die Teilnehmer lernten:
den Aufbau des Web AppBuilders (Developer Edition)

  • eine App zu konfigurieren
  • ein Third-Party-Widget zu integrieren
  • ein eigenes Theme zu entwickeln und zu deployen
  • ein eigenes Widget zu entwickeln, konfigurierbar zu machen und zu deployen
  • eine App mit dem erstellten Theme und dem Widget zu konfigurieren
  • die Anwendung als Template zu exportieren

Das Entwickeln eines Widgets wurde anhand des PhotoSearch-Widgets gezeigt. Dieses erlaubt es den Nutzern, nach Flickr-Bildern zu suchen und diese auf der Karte darzustellen.

Die Teilnehmer brachten schon Programmkenntnisse und Erfahrungen mit ArcGIS Online sowie in der Erstellung von Web-Anwendungen mit. Im Workshop vertieften sie ihr Wissen in Technologien wie HTML, JSON, JavaScript und der ArcGIS API for JavaScript.

Sowohl beim EDC Entwicklerforum als auch an der Hochschule Bochum stieß der Workshop auf positives Feedback:

„Mit der Teilnahme am eintägigen Workshop für Entwickler beim EDC Entwicklerforum im Dezember 2015 an der Hochschule Karlsruhe für Technik und Wirtschaft konnte ich einen guten Einblick in die Erstellung einer eigenen Webanwendung mit dem Web AppBuilder for ArcGIS (Developer Edition) bekommen. Im Vorfeld zu diesem Workshop habe ich bereits mit ArcGIS Online gearbeitet und eigene Karten und Anwendungen erstellt, jedoch griff ich dabei auf die vordefinierten Konfigurationsmöglichkeiten zurück. Das Erstellen einer eigenen Kartenanwendung mit dem Web AppBuilder auf der Entwicklungsebene war für mich deshalb neu.
Mit der im Workshop zur Verfügung stehenden und gut strukturierten Anleitung waren die Übungen ohne große Vorkenntnisse und Erfahrungen mit CSS-, JavaScript- und JSON- Programmierung für mich problemlos umsetzbar.
Der Workshop hat mir sehr gut gefallen und ich würde ihn jederzeit weiterempfehlen. Er hat mir gezeigt, dass in der Kürze der Zeit – innerhalb eines halben Tages – mit geringem Aufwand und mit dem Wissen an welchen Stellen man schrauben muss, eine schöne individuelle webbasierte Kartenanwendung entstehen kann.“

Sina Bodmer
Landesamt für Geinformation und Landentwicklung LGL (Stuttgart)

„Der Workshop hat uns gute Einblicke in den Umgang mit dem Web AppBuilder verschafft.  Es war auch für JavaScript-Anfänger gut möglich mitzuhalten, aber doch herausfordernd. Außerdem gab der Workshop die Möglichkeit, die soeben erlernten und erweiterten Fähigkeiten in einer praxisnahen Umgebung einzusetzen. Dies ist im Alltag eines Studierenden nicht immer gegeben und wurde sehr positiv aufgenommen.
Unser Fazit: Der Workshop sollte unbedingt auch für die folgenden Semester angeboten werden.“

Rebecca Junker und Felix Maas
Hochschule Bochum, Bachelor-Studiengang Geoinformatik

Der Workshop kann auf Anfrage an Hochschulen und Forschungsinstituten gehalten werden.

Eva Peters
Solution Engineer, Bildung und Wissenschaft