Die Vorausscheidung der Schweizer Geolympiade erkor 19 Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Schweizer Gymnasien als Finalisten für das Esri GeOlympcamp. Sie durften während der Schulzeit eine Woche im Schweizerischen Nationalpark verbringen und die Geographie in wilder Natur mit professioneller Technik zu traumhaften Wetterbedingungen erleben.



Die meisten Teilnehmenden waren zum ersten Mal an der östlichen Ecke der Schweiz in Zernez und hielten sich die ganze Zeit zwischen 1600 und 2400m.ü.M. auf.

Um die Entdeckung des Parks zu ermöglichen, teilten sich die Lernenden in kleine Interessengruppen auf und stellten sich eine spannende Frage, die sie während der Woche klären wollten.

Mit MEVAP GIS Projekte erarbeiten

Methodisch gab die Camp-Leitung das das Projektzyklus-Prinzip MEVAP (Modellieren, Erfassen, Verarbeiten, Analysieren, Präsentieren) vor, weshalb die Fragestellungen zwingend ein Erkunden und Beobachten aktueller Phänomene auf dem Feld voraussetzten. Die Lernenden sollten dabei insbesondere auch das Erheben der Daten technisch und methodisch kennen lernen.

Ausgerüstet mit Feldstecher und eigenem Smartphone gingen sie auf Entdeckungstour und sammelten Daten in einem der drei Studiengebiete (siehe Webkarte). Zum Schutz der Wildnis des Parks ist der Zugang zu mobilen Daten praktisch unmöglich und erforderte ein Kartieren im Offlinezustand. Als robustes und einfach bedienbares App eignete sich dazu Collector for ArcGIS. Am nächsten Tag früh unterwegs bei angenehmen Wetterbedingungen erkundeten die Lernenden ihre Zielobjekte direkt vom Weg oder den offiziellen Rastplätzen noch im ungestörten, natürlichen Zustand (wie z.B. die Kreuzotter im Val Stabelchod), bevor gegen Mittag der Ansturm von Wandertouristen die Arbeit entsprechend erschwerten.

Kreuzotter auf der Alpweide der Alp Stabelchod

Reich an Eindrücken, Erlebnissen und erhobenen Fundstücken haben sie zurück im Computerlab die eigenen Daten vom Smartphone in die Kartencloud ArcGIS Online übermittelt und am Laptop gesichtet. Dabei haben sie die Daten nach Plausibilität geprüft und Fehler oder Lücken korrigiert und verarbeitet. Der Nationalpark stellte einige Daten offen zur Verfügung, wodurch die Schülerinnen und Schüler ihre Daten mit offiziellen Daten analysieren konnten. Zur Beantwortung der Fragestellungen bauten sie eigene Blogs in Form von Storymaps mit Bildern, Karten und Statistiken aus integrierten ArcGIS Dashboards. Die Projekte und eigenen Produkte haben die Studenten am Ende im Plenum vorgestellt. Feedback erhielten sie einerseits von Kolleginnen und Kollegen als auch durch Profis der Parkverwaltung.

Am Ende dürfen die sechs Gruppen stolz sein auf ihre Arbeit und Erreichtes. Die Lernprodukte sind im folgenden Abschnitt abrufbar.

Die Links der Gruppe enthalten eine Storymap mit zum Teil eingebetteten interaktiven Medien wie Statistiken aus ArcGIS Dashboards.

Lessons learned

Die Schülerinnen und Schüler profitieren vom Camp insbesondere, weil sie innerhalb einer Woche wissenschaftliche Arbeitsmethoden gelernt haben, wovon sie für ihre Maturaarbeit, Studium und Beruf davon profitieren können. 

GIS im Unterricht

GIS im Unterricht bedeutet fast immer angewandtes, projektbezogenes und schülerzentriertes Lernen. Das GeOlympcamp ist ein Parade-Beispiel dafür. Aber schon Lektionen um das eigene Schulhaus bringen dem Lehren und Lernen Abwechslung und spannende Aktivitäten und Ergebnisse hervor. Es lohnt sich zu 100%!

Wir bieten im Rahmen unseres Esri Schulprogramm allen allgemeinbildenden Schulen in Deutschland und der Schweiz ab Klassenstufe 6 eine kostenfreie Lizenz und Unterrichts-materialien an. Wir freuen uns über Ihre Anfrage.

Wollen Sie selbst eine Storymap erstellen? Hier geht’s zum Tutorial.