Tipp für Lehrpersonen: StoryMaps werden dank H5P interaktiv – mit Lückentext & Co. Wir präsentieren euch ein Beispiel, und wir haben eine kostenlose Anleitung zusammengestellt.

StoryMaps sind webbasierte Präsentationen. Sie erfüllen quasi den gleichen Zweck wie Powerpoint-Präsentationen, sie sind gestalterisch sehr ansprechend – und einfach zu erstellen.

Vielseitiges Tool…

Foto, Video, Text, Links sowie interaktive Karten können beliebig eingebunden werden. Zudem sind StoryMaps auf Desktop, Tablet und Smartphone immer und überall verfügbar Und vor allem greifen die Webanwendungen auf stets aktuelle Datensätze zurück.

ArcGIS StoryMap: Was ist das?

…als interaktives Lernmodul

StoryMaps sind aber nicht nur multimedial und vielseitig. Sie lassen sich auch ausbauen zu interaktiven Lernmodulen. Und der Weg von der reinen Informationsvermittlung hin zum attraktiven, webbasieren Lerntool ist kurz. Es braucht lediglich ein Github-Konto – und ein zusätzliches kostenloses Programm wie Lumi.

Lumi ist eine Desktop-App zur Erstellung, Bearbeitung und Präsentation von unterschiedlichen Inhalten. Sie basiert auf H5P. (Anm.:H5P steht für HTML5-Paket. Die Open-Source-Software für interaktive Lerninhalte wurde in Norwegen entwickelt.)

Lumi: mehr dazu

Wir haben das Lumi-Konzept getestet. Es gibt eine Vielzahl von möglichen Inhalten, um den Unterricht attraktiv und abwechslungsreich zu gestalten. Besonders bewährt haben sich:

  • Lückentexte
  • Multiple-Choice-Fragen
  • Interaktive Bilder
  • Richtig/Falsch-Fragen
Erstellt mit H5P: Lückentext (© Andreas Bauer)

Wieso interaktive Lernmodule?

Der Name sagt es: Der Fokus liegt bei interaktiven Lernmodulen wie StoryMaps auf Interaktion statt Konsumation. Wer sie nutzt, schafft beste Voraussetzung für digitales Arbeiten. Schülerinnen und Schüler (SuS) profitieren unter anderem von folgenden Vorteilen:

  • Selbstorganisiertes Lernen: Die SuS eignen sich den Stoff in ihrem individuellen Tempo an.
  • Mehr Eigenverantwortung: Die Jugendlichen lernen, selbstständig Schwerpunkte zu setzen.
  • Förderung der Medienkritik: Wer zusätzliche Informationen benötigt, findet sie im Internet – und lernt sie einzuordnen.
  • Direktes Feedback: Die SuS sehen sofort, ob sie die Aufgaben richtig gelöst haben.

Interaktive StoryMaps sind unter anderem prädestiniert für virtuelle Exkursionen. Durch ihre Flexibilität in Bezug auf Inhalt und Form lassen sich spannende, unterhaltsame und vielfältige Lern- und Erlebniswelten aufbauen.

Anschaulich und beeindruckend: Drohnenaufahme als möglicher Inhalt (© Andreas Bauer)

Ein konkretes Beispiel für eine virtuelle Exkursion ist die interaktive StoryMap «Moore – Zeugen der Eiszeit». Sie beleuchtet verschiedene Facetten des Obermoors bei Papenburg im deutschen Bundesland Niedersachsen.

Zur virtuellen Exkursion «Moore – Zeugen der Eiszeit»

Anleitung: interaktive StoryMap mit H5P erstellen

Probiert die interaktive StoryMap im Unterricht aus. Wir haben ein Tutorial für euch zusammengestellt. Diese Anleitung führt euch Schritt für Schritt durch den Erstellungsprozess.

Zur Anleitung «Interaktive StoryMap mit H5P»

Habt ihr Fragen zum Thema? Oder möchtet ihr eure eigene interaktive StoryMap präsentieren? Lasst es uns wissen: education@esri.de