Auf GIS IQ erhalten auch Berichte von Studenten, Absolventen und Praktikanten ihren Platz. In kurzen Beiträgen berichten sie von ihren Arbeiten, aus dem Studium oder Praktikum. Den Anfang macht Florian Prummer, der von Juli – Oktober 2012 ein Praktikum bei Esri Deutschland absolviert hat.

Florian Prummer

Den ersten Kontakt mit Geografischen Informationssystemen (GIS) von Esri hatte ich während meines dreijährigen Bachelorstudiums der Geographie an der Universität Eichstätt/Ingolstadt. Da mir die Arbeit mit Karten und speziell mit räumlichen Daten und deren Verarbeitung und Analyse von Anfang an viel Freude bereiteten, entschloss ich mich im vergangenen Sommer für den englischsprachigen Masterstudiengang „Applied Geoinformatics“ an der Universität Salzburg.
In Salzburg gehört ein Praktikum zu einem erfolgreichen Abschluss dazu, deshalb sah ich mich dann im vergangenen Winter nach einer geeigneten Stelle um. Ich wurde auf die Praktikumsmöglichkeiten bei Esri Deutschland aufmerksam, und zu meiner großen Begeisterung wurde mir nach einem Vorstellungsgespräch eine Stelle für drei Monate angeboten. Natürlich war Esri mir und meinen Kommilitonen bekannt, da die Software an den Hochschulen vielfältig eingesetzt wird. Nun erhielt ich endlich einmal Einblick in die täglichen Aufgaben und das Arbeitsumfeld beim GIS-Marktführer.

Im Juli 2012 begann ich mein Praktikum in Kranzberg, einer Gemeinde ca. 30 km nördlich von München, wo sich der Hauptsitz von Esri Deutschland befindet. Ich arbeitete im Education Team, das sich um Hochschulen und Universitäten, Schulen, Bibliotheken und Museen und die außerschulische Bildung kümmert. Hier geht es viel um fachliche und technologische Beratung, Veranstaltungen zur Wissensvermittlung, Lizenzen und Ressourcen etc. Ich passte perfekt hinein, da mein Plan war, Hochschulen zu einer eigenen Karte ihres Campus zu verhelfen. All die genannten Punkte spielten hierbei eine Rolle: Ich habe Dozenten und Studenten zu diesem Thema beraten, ein Smart Campus Manual (gehen Sie bei ArcGIS Online auf ‚Show: All Content‘ – dann erst werden die Dokumente angezeigt und Sie können sie herunterladen) zur Verwendung in der Lehre und Verwaltung erstellt und ein Webinar mit vorbereitet. Dabei arbeitete ich mich natürlich tief in die aktuelle GIS-Technologie ein und nahm auch an Schulungen teil. Die Arbeitsbedingungen waren stets hervorragend: Meine Kolleginnen und Kollegen nahmen sich die notwendige Zeit für meine Einarbeitung, und bei Fragen und Problemen wurde mir sehr gut weitergeholfen. Da in Kranzberg u.a. auch die zentrale Schulungsabteilung sitzt, hatte ich sehr kurze Wege, was Schulungen und Unterlagen anging. Natürlich übte auch der faktisch unbegrenzte Zugriff auf Technologie von Esri auf mich als technikbegeisterten Studenten eine ganz besondere Faszination aus.

Mit der Gefahr, nun richtig neidische Blicke zu ernten, berichte ich noch über eine ganz spezielle Erfahrung. Esri Deutschland, Schweiz und Ruanda bieten jedes Jahr die Esri Sommercamps an. Schulklassen können sich mit einer Arbeit zu dem ausgeschriebenen Thema bewerben und erhalten die Chance auf eine Reise in einen Nationalpark. Ich unterstützte als technischer Betreuer das Sommercamp 2012 im Nationalpark Berchtesgaden. Gemeinsam mit einer Kollegin von Esri, zwei Lehrkräften der Schule sowie MitarbeiterInnen des Nationalparks Berchtesgaden waren wir für eine gesamte Schulklasse von 15-16-jährigen verantwortlich – und das im Hochgebirge. Auf der Tagesordnung standen diverse Themen, die in einem Nationalpark anfallen und von Geotechnologien unterstützt werden: beispielsweise das mobile Kartieren von Bäumen auf ausgesuchten Flächen, die Aufnahme von Wanderwegen oder das Sichten von Wildtieren. Die Daten dieser Aufnahmen wurden dann mit ArcGIS ausgewertet und als Karten dargestellt. Aber auch die Freizeit- und Gruppenaspekte kamen nicht zu kurz: Nach getaner Arbeit durften die Schüler dann im Hochseilgarten und beim Rafting zeigen, wie viel Abenteuerlust und Mut in ihnen steckt.

Schulklasse und BetreuerInnen des Sommercamps 2012 im NP Berchtesgaden

Abschließend bleibt zu sagen, dass die tolle Woche im Berchtesgadener Land, die Erfahrungen mit den Technologien und Hochschulen, und das Smart-Campus-Projekt mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich sehr weitergebracht haben. Danke an das Team in Kranzberg!

– Text von Florian Prummer; veröffentlicht von Grischa Gundelsweiler, Education Manager.