Was passiert, wenn man nicht einfach vorhandene Daten und eine fertige Basemap nimmt, sondern sagt: Wir machen es selbst? Wir erfassen die Daten. Wir gestalten die Basemap. Wir bauen unsere eigene GIS-App.
Genau darum geht es in unserer neuen StoryMaps-Sammlung: „Workflow zur Digitalisierung von Datensätzen und Darstellung“. Am Beispiel aller Leuchttürme und Leuchtfeuer in Nord- und Ostsee zeigen wir, wie aus einer eigenen Datenerfassung Schritt für Schritt eine individuelle GIS-Anwendung entsteht:
1. Aus verstreuten Informationen werden eigene Geodaten
Die Informationen sind längst da – aber noch nicht so, wie wir sie für unser GIS-Projekt brauchen. Für unser Beispiel mit den Leuchtfeuern in Nord- und Ostsee stammen die Angaben zunächst aus unterschiedlichen Datenbanken. Namen, Standorteigenschaften und weitere Informationen sind vorhanden, liegen aber verteilt vor und besitzen noch keinen gemeinsamen direkten Raumbezug.
Also heißt es: zusammentragen, strukturieren, verorten und einen eigenen Datensatz daraus machen.


Genau dieser Schritt macht aus einzelnen Informationen nutzbare Geodaten. Die Leuchttürme werden räumlich erfasst und mit ihren jeweiligen Eigenschaften verbunden. So entsteht nach und nach eine eigene, konsistente Datengrundlage, auf der die weiteren Schritte aufbauen können. Und damit beginnt der wirklich spannende Teil: Denn wenn die Daten selbst aufbereitet sind, können auch Karte und Anwendung ganz nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden.
2. Die passende Karte? Machen wir einfach selbst.
Jetzt haben wir unsere Daten – aber wie bringen wir sie richtig zur Geltung?
Eine Standard-Basemap funktioniert natürlich. Aber wenn der Fokus unserer Anwendung auf den Leuchttürmen und dem Meer liegt, können wir die Kartengestaltung auch ganz gezielt darauf abstimmen. Der Vector Tile Style Editor erlaubt uns die Basemap kurzerhand selbst zu gestalten. Farben, Inhalte und Darstellung lassen sich so anpassen, dass die Karte unsere Daten unterstützt, statt mit ihnen zu konkurrieren. Das Ergebnis ist eine eigene, thematisch passende Basemap mit Fokus auf das Meer – und damit ein ganz anderer Ausgangspunkt für die Visualisierung unserer Leuchttürme.

3. Und jetzt wird daraus unsere eigene GIS-App!
Jetzt fehlt nur noch der nächste Schritt: alles zusammenbringen.
Mit einer ArcGIS Instant App entsteht aus den selbst erstellten Bausteinen eine fertige Anwendung. Die Leuchtturmdaten werden mit der individuell gestalteten Karte kombiniert und in einer interaktiven Oberfläche präsentiert. So wird aus einzelnen GIS-Arbeitsschritten ein komplettes Erlebnis.

Jetzt bist du dran!
Hast du Lust bekommen, es selbst auszuprobieren und deine eigene GIS-App zu bauen? Dann folgt unserem Workflow und entdeckt, wie viel man mit ArcGIS selbst gestalten kann. Die Leuchttürme in Nord- und Ostsee sind dabei nur unser Beispiel. Das Prinzip lässt sich auf unzählige andere Themen übertragen.
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