Alexander Burakow und Samuel Zobrist geben uns einen persönlichen Rückblick auf ihre Teilnahme an der Esri User Conference 2025 in San Diego, bei der sie als Esri Young Scholars für ihre Masterarbeiten ausgezeichnet wurden.
Wir, Samuel Zobrist und Alexander Burakow, hatten in diesem Jahr die besondere Ehre, mit dem Esri Young Scholar Award 2025 für unsere Masterarbeiten ausgezeichnet zu werden. Samuel wurde in der Schweiz für seine Thesis an der Universität Genf mit dem Titel «Socio-Economic Disparities in Exposure to Extreme Heat and Flood Hazards in Switzerland – A Spatial Analysis Combining Geographical Information Systems (GIS) and Logistic Regression (LR)» mit dem Award honoriert. Alex erhielt denselben Preis in Deutschland für seine Arbeit an der Universität Kassel zum Thema «GIS-basierte Starkregenvorsorge in der städtebaulichen Planung – Entwicklung eines Werkzeugs zur Überprüfung städtebaulicher Interventionen in einem iterativen Prozess». Der Gewinn des ESRI Young Scholar Awards beinhaltete für uns die Einladung zur Esri User Conference 2025 in San Diego, Kalifornien, und garantierte uns eine von Esri vollständig finanzierte Teilnahme an der weltweit größten und bedeutendsten GIS-Konferenz – dem internationalen Treffpunkt der GIS-Community.

Von Beginn an wurden wir durch unsere lokalen Esri-Offices in Deutschland und der Schweiz großartig unterstützt. Vom ersten Kontakt bis hin zur detaillierten Reiseplanung nach San Diego war die Betreuung erstklassig. Besonders das Travel-Team kümmerte sich aufmerksam um jede Frage und sorgte dafür, dass unsere Reise perfekt vorbereitet war.
Im sonnigen San Diego angekommen, tauchten wir schnell in die GIS-Community ein und durften unsere Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus Deutschland und der Schweiz sowie viele weitere Kolleginnen und Kollegen von Esri persönlich kennenlernen. Wir wurden herzlich empfangen und fühlten uns sofort Teil der großen GIS-Familie. Obwohl wir absolute Neulinge an der Konferenz waren, war der Respekt gegenüber uns immer sehr groß sowie die Begegnungen immer interessant und gleichzeitig von extremer Bodenständigkeit geprägt. Diese Atmosphäre zog sich für uns durch die gesamte Esri User Conference 2025.
Ein besonderer Höhepunkt war das Treffen mit den anderen Esri Young Scholars aus über dreißig Ländern der ganzen Welt. Pro Land wurde jeweils nur eine Person mit dem Award ausgezeichnet und zur Konferenz eingeladen. Dadurch entstand ein spannender kultureller und fachlicher Austausch, da jeder Young Scholar einen anderen Hintergrund besaß, aber wir alle durch GIS einen gemeinsamen Nenner teilten. Auch wenn viele eher zurückhaltend waren, bildeten sich schnell kleine Gruppen, sei es für den Besuch bestimmter Sessions, gemeinsame Mittagessen oder Ausflüge in und um San Diego.

Die Esri User Conference selbst war überwältigend: Die große Plenary-Session mit rund 20.000 Teilnehmern beinhaltete inspirierende Vorträge von Jack Dangermond und weiteren Gästen, welche eindrückliche Anwendungen von ESRIs Produktpalette aufzeigten. Die unzähligen Sessions unter der Woche boten einem die Möglichkeit, gezielt fachliche Schwerpunkte nach eigenem Interesse zu vertiefen. Besonders bereichernd fanden wir die Präsentationen der ESRI-Entwickler, die ihre Produkte, Roadmaps und Tipps teilten und sich dabei offen für Feedback und neue Ideen zeigten.
Als Young Scholar hatten wir neben den diversen fachlichen Sessions, welche wir ganz nach unserem Interesse aussuchen konnten, nur zwei Fixpunkte während der ganzen Konferenz. Am Montagnachmittag nach der großen Plenary-Session stand die Eröffnung der Map Gallery auf dem Programm. Dort hatten wir die Möglichkeit, unsere gekürten Masterarbeiten als Poster auszustellen und aktiv mit den unzähligen Besucherinnen und Besuchern über unsere wissenschaftlichen Arbeiten mit GIS-Bezug zu diskutieren. Als zweiten Fixpunkt stand am Mittwochnachmittag die Award Ceremony an, wo wir in einem feierlichen Rahmen und mit einer Rede von Jack Dangermond, dem Gründer von Esri, für unsere Arbeiten ausgezeichnet wurden.

Zusätzlich gab es für uns an der User Conference unzählige Möglichkeiten, bei Receptions (gemäss Insidern ein Codewort für gratis Getränke und Essen) neue Leute aus der ganzen Welt zu treffen und sich persönlich sowie fachlich auszutauschen. Daneben bot die Innenstadt von San Diego mit dem bekannten «Gaslamp Quarter», welches fußläufig vom Convention Center erreichbar war, scheinbar unendlich viele Möglichkeiten zur Abendgestaltung. Zu unserer Überraschung wurden wir zudem an einem Abend vom deutschen Esri-Partner con terra eingeladen. Con terra hatte eine ganze Bar für seine Gäste gemietet und uns bei Essen und Drinks einen wunderbaren Abend mit vielen interessanten Begegnungen ermöglicht. Daneben war auch der «deutschsprachige Abend» für uns ein Highlight, bei dem Esri Deutschland und Esri Schweiz für einen Abend eine ganze Rooftop-bar gemietet hatten und wir uns bei Sonnenuntergang mit der deutschsprachigen Community ebenfalls bei Essen und Drinks austauschen konnten.

Neben den fachlichen Eindrücken waren es vor allem die Gespräche, die uns inspirierten. So konnte Alex über den dänischen Young Scholar einen direkten Kontakt zu Prof. Thomas Balstrøm herstellen, dessen Open-Source-Toolbox die Grundlage seiner Masterarbeit bildete. Gleichzeitig haben wir die enge Zusammenarbeit zwischen Esri Deutschland und Esri Schweiz als sehr wertvoll erlebt, sowohl fachlich als auch menschlich. Hinter den Kulissen sorgte das Esri-Team zu Hause in Europa ebenfalls für ein perfektes Erlebnis und publizierte bereits in den ersten Tagen der Konferenz einen ausführlichen LinkedIn-Post über unsere Auszeichnungen mit aktuellen Bildern der Konferenz.
Wir sind stolz und dankbar, diesen Award als Esri Young Scholar 2025 erhalten zu haben und Teil der Esri-Familie geworden zu sein.
Wir freuen uns darauf, den Austausch auch in Zukunft fortzuführen, und die Kontakte und Fachkenntnisse, etwa bei der ESRI-Konferenz 2025 in Bonn (26. – 27. November 2025, World Conference Center Bonn) oder bei der ESRI-Konferenz in Zürich (2. Dezember 2025, The Hall, Zürich), weiter zu vertiefen.



